Wer eine Japanreise macht, der wird einmal automatisch neben Tokyo auch die alte japanische Kaiserstadt Kyoto ansteuern. Kyoto liegt eingebettet inmitten von mehreren Hügeln und entwickelte sich in letzten Jahren zu einem Zentrum der Wirtschaft und Bildung. Trotzdem bewahrte sich diese Metropole sein Reiz als alte Kaiserstadt, mit einer reichen Vergangenheit, die auf jedem Schritt spürbar scheint.
Kyoto war vom Jahr 794 bis 1868 die Hauptstadt Japans und der Sitz der Kaiserfamilie, unter deren Einfluss die japanische Kunst aufblühte und die Stadt viele kulturelle Höhepunkte erlebte. Erst zu Ende der Edo-Zeit wurden die Hauptstadt und damit der Sitz des Kaisers nach Tokyo verlegt. So ist Kyoto noch heute das Zentrum des traditionellen japanischen Kunsthandwerks. Auf dem ganzen Stadtgebiet liegen zu dieser blühenden Zeit entstandene Anlagen, die jeder auf seine Japanreise bewundern sollte. So kommen zwei Paläste, über 1.600 buddhistische Tempel, 400 shintoistische Schreine und zahlreiche Gärten von außergewöhnlicher Schönheit zusammen.
Schon kurz nach der Ankunft an Kyoto-Hauptbahnhof wird jeder Besucher durch die Atmosphäre des alten Japans überwältigt. Schon in der Bahnhofsnähe befinden sich drei Tempelanlagen, alle Bespiele der schönsten buddhistischen Architektur und im Besitz wertvolle japanischen Kunstwerke. Im Zentrum von Kyoto liegen zwei Palastanlagen, der alte Kaiserpalast und Schloss Nijo. Der Kaiserpalast war vom Jahr 1331 bis 1686 der Sitz der Kaiserfamilie und fasziniert alle Besucher durch seine Einfachheit. Wer auf Reisen in Japan diesen Palast besichtige möchte, der muss sich eine Besuchserlaubnis bei Kaiserlichen Hofverwaltung einholen. Das Schloss Nijo wurde im Jahr 1603 erbaut und diente dem Shogun Tokugawa als Aufenthaltsstätte bei seinen Besuchen in Kyoto.
In dem ältesten Kyoto-Viertel Higashiyama befinden sich heute noch Straßenzüge in traditioneller japanische Art. Die Sehenswürdigkeiten, die sich dort befinden schreiben eine eigene Geschichte. Der Sanjusangedo-Tempel mit 1001 kleinen Kannonstatuen, oder der Kiyomizu-Tempel, so wie der Heian-Schrein, eine Nachbildung des Kaiserspalastes vom Jahr 794 stellen eine Reiseroute jede Japanreise dar. Ein weiterer Höhepunkt in Kyoto ist der Besuch des Kinkakuji-Tempels, der auch als Goldener Pavillon bekannt ist. Durch die Verwendung von Goldfolie erhält das Gebäude einen glänzenden Goldglanz. Der Tempel selbst ist von einem schön angelegten Garten umgeben. In unmittelbarer Nähe liegen noch weitere Tempel, die für ihre mit Sand und Steinen angelegten Zen-Gärten ein sehenswürdiges Reiseziel jede Reise in Japan sind.
Von Kyoto aus können auch schöne Ausflüge in die Umgebung unternommen werden, wie beispielweise zu den Kaiservillen Katsura und Shugakuin. Doch die Schönheit Kyotos bleibt dort unantastbar. |