Wie ist die Isolierkanne aufgebaut, dass sie zu einem so funktionellen Isolierkannen bestehen aus 2 Gefäßen. Das Außengefäß besteht in der Regel aus Kunststoff oder Edelmetall und macht das Design der Kanne aus. Innerhalb dieser Ummantelung befindet sich ein Innengefäß, welches in der klassischen Varianten auf Glas gefertigt und mit einer wärmereflektierenden Beschichtung versehen ist. Die dazwischen liegende Luftschicht findet als Isolierschicht Verwendung, denn durch diese Schicht wird der Temperaturausgleich zwischen Außen- und Innengefäß verzögert.
Dieses Prinzip ist schon seit langer Zeit bekannt. Schon 1870 wurden von A. F. Weinhold, einem Chemnitzer Forscher, Studien zur Isoliertechnik durchgeführt. Der Physiker J. Dewar entwickelt schließlich das erste Isoliergefäß – es wurde als Dewargefäß bezeichnet. Verschlossen wurden diese Isoliergefäße mit herkömmlichen Korken. Mittlerweile findet eher Kunststoff mit Dichtgummis als Verschlussmaterial Verwendung. Das Patent zur Isoliertechnik wurde in Deutschland 1903 angemeldet – die ersten Isoliergefäße wurden durch die Firma Linde als Behältnisse für verflüssigte Luft in Kühlschränken genutzt.
In der heutigen Zeit werden die Isolierkannen oft komplett aus Edelstahl hergestellt. Grund dafür ist, dass dieses Material wesentlich schlagunempfindlicher als der Glaskörper ist, der sich in klassischen Kannen findet. Auf diese Weise kann die Isolierkanne auch als Getränkeisolierung an Orten genutzt werden, an den eine Belastung oder ein Sturz auftreten kann. Der Edelstahl hat aber eine höhere Leitfähigkeit, weshalb diese Kannen die Temperatur nicht so lange halten können, wie die mit einem Glasinnengefäß.
Häufig werden Isolierkannen für Kaffeemaschinen eingesetzt. Statt den fertigen Kaffee aufzuwärmen, was zu Geschmackverlusten führt, bewahrt man den heißen Kaffee länger auf – er hält die Temperatur lange und bleibt doch geschmacklich stabil.
Diese Technik macht die Aufbewahrung von Getränken und Speisen ohne zusätzlichen Energieaufwand möglich, weil sie physikalische Gesetzt geschickt nutzt. Auch in technischen Produkten wird dieses Prinzip genutzt – z.B. in Solaranlagen. |